Ich liebe diese Insel: Irland 2018 – Teil 2

12. September 2019

Irland.
August 2018.
Ich allein im Renault Clio.
1800 Kilometer.
6 Tage Zeit.

Fourth Day – Möge die Macht mit dir sein…

Der Tag begann wundervoll: Eine herzliche Gastgeberin, leckeres Frühstück und tolles Gespräch mit Gästen aus Kalifornien! 🙂 Außerdem habe ich erfahren, dass das Puck Fair unter den Einheimisches als nicht so gut angesehendes Volksfest gesehen wird. Es würde viel getrunken werden… Mmmh, da fahre ich mal lieber früh los 😉
Heute wartet der Slea Head Drive.

Rund 30 km lang führt der kurvenreiche Slea Head Drive entlang der spektakulären Küste der Dingle Peninsula an der wilden Westküste Irlands. Die Route ist nicht nur mit atemberaubenden Aussichten gespickt sondern bietet mit seinen Forts, Steinkreisen und Beehive Huts auch einen Einblick in die Geschichte Irlands.
[paradise-found.de]

Aber vorher mache ich einen Abstecher zum Inch Beach. Mein Glück: meine Früh-aufsteh-und-früh-losfahr-Gewohnheit 😀 Ich war fast allein unterwegs MIT meinem Auto AUF dem kilometerweitem Strand mit einer fantastischen Aussicht und glasklarer Meeresluft.

360-Grad-Blick am Inch Beach, aufgeteilt in vier Panoramen

Dann ging es los auf den Slea Head Drive: Das The Fomane Cottage und die Beehives besuchen. Für mich nichts besonders interessantes.

Panorama in der Nähe des The Fomane Cottage bzw. bei den Beehives
Ein weißes Kruzifix mit der Abbildung von Jesus Christus und der Mutter Maria markiert einen Aussichtspunkt, der einen weiten Ausblick auf die Dingle Bay bis hin zu den Blasket-Inseln bietet. [wikipedia.de]

Dann lieber die Aussicht genießen inklusive Meeresrauschen mit Blick auf die Blasket Islands. Das nächste Café fahre ich an und gönne mir einen Scone und Kaffee. Mmmh! und Aaaah! Blick auf Strand, Insel und Meer 🙂

Nach einer atemberaubenden Fahrt entlang der Dingle Halbinsel in County Kerry fährt man in den Ort Dunquin (Dún Chaoin) ein. Versteckt im Felsen liegt der kleine Hafen. Von dort aus begibt man sich auf die 20-minütige Überfahrt zu der größten der Blasket Islands.
[irish-net.de]

Weiter geht’s zum Dunmore Head, hier wurde „Star Wars – The Last Jedi“ gedreht. Ich wander über gräserne Hügel und komme an schroffen mit Moos bewachsenen steilen Klippen an. Lange Zeit genieße ich diesen Platz der Ruhe mit Blick auf die Skellig Islands.

Auf meiner weiteren Route komme ich noch am Aussichtspunkt „Ceann Sraithe“ mit der Gebirgsformation „The Three Sisters“ (die drei wellenartigen Berge in der Mitte des Panoramas) vorbei:

Später habe ich noch Zeit und fahre spontan zum Gap of Dunloe. Schöne 8 km durch die Schlucht spaziert, vorbei an vielen Gypsy-Ponys, Kutschen, bunt angesprühten Schafen, märchenhafter Landschaft mit sattem Grün eingerahmt durch massive Berge, überall kleine Wasserfälle.
Man hätte auch mit dem Auto durch die Schlucht fahren können oder mit der Kutsche, aber zu Fuß war es entspannt 🙂

Das Gap of Dunloe ist ein schmaler Gebirgspass zwischen dem Gebirgszug Macgillycuddy’s Reeks im Westen und dem Purple Mountain im Osten in der Region Dunloe in der Grafschaft Kerry […]. Der Pass hat von Norden nach Süden eine Länge von etwa 11 km. [wikipedia.de]

Fifth Day – Very rainy… Ring of Kerry

So früh! Und so viel zu sehen heute! Meine Route führt mich heute ab 6.30 Uhr auf den Ring of Kerry.

Der Ring of Kerry ist eine Panoramaküstenstraße um die Iveragh-Halbinsel im Südwesten des irischen County Kerry. Die 179 km lange Rundstrecke führt durch zerklüftete und grüne Küstenabschnitte sowie ländliche Küstenorte.

Busse und Lkw dürfen den Ring wegen der Enge der Straßen nur in einer Richtung (gegen den Uhrzeigersinn) […] befahren. [wikipedia.de]


Mein erstes Etappenziel ist die Burgruine Ballycarbery Castle. Ist ganz nett anzusehen, aber ich habe bei einem kleinen Abstecher eine viel bessere Aussichtsplattform gefunden 🙂 Der Weg nach oben ist mit süßen kleinen Fairy-Häusern gespickt.

Danach geht es zum White Strand. Wirklich schöner Strand, aber laut den vielen Warnschildern wohl sehr gefährlich. Hihi, ich finde es lustig 😀

Weiter Richtung Portmagee… Dort fahre ich über eine Brücke rüber zu den Valentia Islands. Es wird immer nebliger und nieseliger. Teilwiese sieht man die Autos von vorn kommend nicht.

Der Bray Head mit dem Bray Tower fasziniert mich, ich wehe zwar fast weg. Aber es ist keine Menschenseele auf dem Aussichtspunkt zu sehen und ich genieße meine Aussicht in vollen Zügen. Die Wanderung zum Tower schaffe ich zeitlich leider nicht, ist bestimmt super!

Buh!
Zu stürmisch für eine ruhige Kamera-Hand, aber immerhin mal ein kleiner Eindruck beim Bray Head auf den Valentia Islands. Den Bray Tower konnte man durch den dichten Nebel nur erahnen.

Mein Weg führt mich spontan weiter: Ich folge einem Schild Richtung „Geokaun Mountain & Fogher Cliffs“. Man kann mit dem Auto zu den Klippen hochfahren, zum Glück bin ich so früh dran, dass ich bisher keinen Eintritt zahlen musste. Es ist aber so neblig, dass ich nichts sehe. Gefühlt fahre ich ins Ungewisse…

Nun ging es ab zu den Cliffs of Kerry bei Portmagee. Es schüttet wie aus Kübeln! Die Klippen und den Atlantischen Ozean kann man nur erahnen… Nebel, ich bin nass bis auf die Haut und der Wind peitscht mir um die Ohren. Zum Glück habe ich Wechselklamotten gleich parat -.-

Von hier an nehme ich nämlich zusätzlich zu dem Ring of Kerry noch den Skellig Ring.

Der Skellig Ring steht etwas im Schatten des bekannten Ring of Kerry, ist aber landschaftlich sehr beeindruckend. Die Küstenstraße führt von Ballinskelligs aus Richtung Portmagee und weiter nach Valentia Island. Die Straße ist teilweise recht eng und für Busse verboten. [lichtgezaubert.de]

Next Stop: St. Finian’s Bay und weiter nach Waterville – Urlaubsort von Charlie Chaplin inklusive viel besuchter Statue von ihm. Menschenmassen schieben sich aus den Bussen.

Von den Reisebussen und der Zeit getrieben, ist es heute etwas stressig. Mal hier, mal da ein Halt; im Nebel: Derrynane House mit dem Derrynane Beach, und ein kurzer Stopp bei den leider noch nicht geöffneten Skellig Chocolates, eine berühmte Schokoladenfrabrik auf dem Ring of Kerry.

Kurz zur Dunkerron Castle, zur Moll’s Gap und zum Ladies View. Wow! Tolles Panorama: Sicht über den Killarney Nationalpark und den See Upper Lake.

Moll’s Gap im Nebel und bei Nieselregen
Ladies View: hier sieht man den Upper Lake vom Killarney Nationalpark

Ich halte als nächstes an einem Parkplatz, weil das Schild „The Meeting Waters“ verlockend klingt. Ein schöner Spaziergang durch einen märchenhaften Wald, vorbei an bezaubernden Seen erwartet mich. Dann finde ich die Brücke The Meeting Waters. Im Cottage in der Nähe gibt es Leckereien… Mmmmmh!

Hübsche Brücke bei den „The Meeting Waters“ am Muckross Lake

Weiter zum nächsten Parkplatz mit farbigen Wanderrouten: Es geht zum Torc Waterfall. Schön, aber zu viele Menschen für meinen Geschmack. Weiter wandere ich zum Muckross House, auch hier hätte man sich wieder mit einer Kutsche durch die Gegend fahren lassen.

Torc Waterfall
Muckross House
Ross Castle

Puh, endlich zurück am Wagen bin ich echt fertig. Es geht noch kurz zur Ross Castle und dann ins Städtchen Killarney rein. Süße Läden, überall Blumen, Pubs überall und Musik 🙂 Die Süßigkeitenläden in Irland sind der Hit! Alles in Holzregalen aufgereiht, Bonsche in Gläsern, niedliche und einladene Fassaden. Toll!

Aber ehrlich: Ich bin müde… Also ab ins B&B und schlafen^^

Sixth Day – My Wild Wild Way

7.30 Uhr lecker Porridge frisch gekocht von der B&B-Besitzerin 🙂 Dann geht’s los weiter und weiter auf dem Wild Atlantic Way zum Rossbeigh Strand, welcher sich ca. 3 km in die Dingle Bay erstreckt.

Weiter durch Glenbeigh, schade, dass Sonntag ist. Mein erstes Ziel ist nun Kenmare. Mein Navi führt mich quer durchs wilde Irland O.O
Durch Glencar – The Highlands of Kerry.
Nicht schlecht: Pässe, Täler, Feldwege, Schluchten. Ich fahre weit hoch und darf ein riesiges Tal-Panorama genießen. Es geht weiter auf schmalen Straßen, mehr Berge und Seen, so viel Grün! Immer weiter: Bloß keine Angst haben und mit viel Geduld fahren…

Es wird wieder neblig und regnerisch. Ich fahre durch eine märchenhafte, verwunschene Schlucht. Die Ballaghbeama Gap. Drei Hundewelpen plötzlich auf der Straße, dreimal Schafen ausweichen und plötzlich in der Kurve: Ein Auto! Vollbremsung! Zum Glück ist nichts passiert 🙂
Überall große Findlinge neben mir, kleine Wasserfälle. Nur den Nieselregen höre ich und das Mähen der Schafe. Schön!

In Kenmare angekommen: Ernüchterung… Nicht so schön, nur einen Stone Circle und einen Wunschbaum besichtigt. Mein Weg führt mich nach Cork. Eine riesige Stadt! Mit Hafen, vielen Brücken,… aber hässlich.

Nach einer Pause ein bissl Kultur besichtigt, das Auto (endlich!) wiedergefunden und auf zur Rock of Cashel!

Der Rock of Cashel (irisch Carraig Phádraig), bei der Stadt Cashel, […] im County Tipperary […] gelegen, ist ein einzigartiges Monument irischer Geschichte. Der Berg erhebt sich 65 m hoch und gilt als irisches Wahrzeichen. Als Sitz von Feen und Geistern wurde er schon im Altertum verehrt. Im 4. Jahrhundert eroberte der Clan der Eoghanachta, die späteren MacCarthys, den Felsen und baute ihn zum Clansitz aus. [wikipedia.de]

Pompös und sehr interessant anzuschauen. Ich gehe weiter und entdecke noch eine malerische Ruine eines Zisterzienserklosters aus dem 13. Jahrhundert hinter dem Berg Rock of Cashel. Die Hore Abbey.

Jetzt führt mich meine Reise aber leider langsam heim. Ich muss den Weg zurück nach Dublin antreten. Eine lange Autofahrt, die ich mir mit Hörspielen von Bibi&Tina versüße, damit ich nach dieser anstrengenden Reise nicht einschlafe. Am liebsten würde ich wieder zurück in den Connemara Nationalpark und wandern, einfach die Natur erleben… Das lerne ich aus dieser Reise: Weniger Städte, mehr Natur und mit mir selbst sein. Obwohl ich doch gern so viel sehen möchte… Mmmmh 😉

Auf Wiedersehen ihr Lieben!
Eure Frau K aka. Laura aka. Miss Red K 😛

-> Hier kommt ihr noch zum ersten Teil meiner Irland-Rundreise 2018

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