Ich liebe diese Insel: Irland 2018 – Teil 1

20. Juni 2019

Irland.
August 2018.
Ich allein im Renault Clio.
1800 Kilometer.
6 Tage Zeit.

Lust auf eine Abenteuerreise?
Durch grüne Täler, Schluchten, an massiven Gebirgen und sanften Wiesen vorbei, ans raue Meer, auf Klippen und durch wuselige charmante Städte inklusive Blütenmeer. Ich liebe diese Insel: Irland!

Dieser Bericht ist ein lang nötiger Nachtrag (zum Glück gibt es Tagebücher 😉 ) meiner zweiten Allein-Reise auf die grüne Insel. Freut euch! Es wird schön 🙂

First Day – Desaster? Nicht, wenn man schon glücklich ist, bevor man überhaupt ankommt

Flughafen Hamburg: Verspätung beim Boarding.
Flughafen Dublin: Warten auf ein freies Gate.
Car Rental Dublin: Warten, da es kein Auto für mich gibt.
Und dann wird mir ein komplett dreckiges und zerbeultes Auto gegeben. Arrrgh -.- Aber immer mit der Ruhe, erstmal bei einer Mitarbeiterin persönlich beanstanden und dann geht’s endlich! los. Hui. Bin ich aufgeregt. Linksverkehr kann ich noch^^


Ab geht’s nach Galway. Ein so schönes Städtchen mit so viel irischem Flair. Überall Blumen, typisch irisch dekorierte Läden, Fähnchen wehen im Wind, trotz vielen Menschen ist es irgendwie ruhig 🙂 Ein bisschen Regen empfängt mich. Unter einer Brücke erklingt Musik eines Geigers. Ich lasse den Hafen, die Klänge und die Brise auf mich wirken.

Ich fahre weiter nach Clifden, komme an wolkenverhangenden Bergen vorbei, Schafe kreuzen meinen Weg, das Grün wird immer satter. In Clifden, dem Hauptort von Connemara, angekommen, befahre ich die Panoramastraße Sky Road. Hier entdecke ich die Clifden Castle und viele Küsten-Panoramen, die so faszinierend sind, dass man sie gar nicht mit der Kamera voll einfangen kann.

Schade, dass ich so wenig Zeit habe… Denn ich muss mich auf dem Weg machen zu meinem B&B. Leider will dort meine Pechsträhne kein Ende nehmen: Die Besitzer haben mich vergessen und kein Zimmer frei. Also werde ich in einem Quasi-Abstellzimmer untergebracht: Spinnenweben, undichte Fenster und ein Bad über dem Flur inklusive. Aber das alte Ehepaar ist so liebenswürdig und die Nacht am Ende doch so schön (ein Esel hat mich geweckt und eine Nacktschnecke begrüßte mich morgens auf dem Teppich), dass der Kummer schnell vergessen war 🙂

Second Day – mein absolutes Highlight: Diamond Hill im Connemara Nationalpark

Nach einem leckeren Frühstück im gemütlichen Gemeinschaftsraum des Cottages mache ich mich auf zum Connemara Nationalpark/Letterfrack. Dort erwartet mich gleich ein Connemara-Pony mit süßem Fohlen.

Mein Weg führt mich dann über den Diamond Hill: 445 Meter hoch, 3,7 km über 2 1/2 Stunden. Steiler, anstregender und lohnender Anstieg!

Mich begleiten eine unglaubliche Aussicht auf Seen, Berge, schroffe Felsen, grüne Wiesen, sanfte Berge, sowie Regen und Sonne. Oben angekommen, muss ich fast Freudentränen verdrücken 🙂

Bis hierher durfte ich kaum Menschen sichten, das ändert sich als ich zur Kylemore Abbey fahre. Diese schaue ich mir wegen den Menschenmassen nur kurz von außen an.

Kylemore Abbey ein Benediktinerinnenkloster, gegründet 1665, das bis heute von den Ordensfrauen geführt wird.

Weiter geht es den Wild Atlantic Way entlang. Dort entdecke ich die Dunguaire Castle, komme zum Killary Harbour, fahre nach Ballyvaugha und nach Doolin.

Dann hatte ich noch ein bisschen Zeit, weil die Städte nicht so sehenswert waren. Also bin ich durch die Karstlandschaft Burren (…in der Pampa, mit Straßen, wo gerade mal ein Auto durchpasst, mir aber natürlich eins entgegen kam…) zum Poulnabrone Dolmen gefahren. Interessante Gesteinsformation aus der Jungsteinzeit.

Im B&B in Lisdoonvarna angekommen, empfängt mich ein rüstiger Herr, oder sagen wir Gentleman, mit perfektem Englisch. Ich schlendere noch in die Stadt, setze mich in einen Pub mit Live-Musik und probiere „Bread and Butter Pudding“… Mmh, na ja, eher weniger meins 😀

Third Day – der frühe Vogel fängt den Wurm oder den Sonnenaufgang

5.15 Uhr klingelt der Wecker, vorm Sonnenaufgang komme ich bei den Cliffs of Moher an. Keine Menschenseele und kein Eintritt. Herrlich! Es ist kalt und windig, ich erklimme die Klippen und plötzlich bricht die Sonne hervor. Es ist unbeschreiblich: der Blick auf die Klippen, das rauschende Gras im Wind, die kreischenden Möwen, die Brandung, der Nebel welcher sich langsam auflöst… Die Ruhe in mir und Zufriedenheit wird immer größer. Ich setze mich ins wolkenweiche Gras mit dem Blick auf die Klippen und genieße. Bis es zu regnen beginnt. Husch, husch, bevor die ersten Besucher kommen!

Wieder im B&B angekommen stärke ich mich mit einem leckeren Frühstück und fahre meine Reise fort: Richtung Limerick. Ein Zwischenstopp lege ich bei der beeindruckenden Bunratty Castle ein, nebendran ein wunderhübscher Pub.

In Limerick angekommen finde ich viel grau vor… Aber hübsche Brücken, die King John’s Castle, eine Burg aus dem 13. Jahrhundert, die am Fluss Shannon liegt und die mittelalterliche St. Mary’s Cathedral beeindrucken mich trotzdem. Mein Parkticket hält nur 1 Stunde, also leider zack, zack.

Weiter nach Tralee. Ist nicht so beeindruckend. Dem Wild Atlantic Way folgend düse ich nach Dingle. Was für Aussichten! Berge, Wasser, Seen, Meer. Zwischendurch immer Mal Regen wie aus Kübeln! Aber die Sonne gibt ihr bestes.

In Dingle kann man boat trips zu Delfinen buchen, allerdings lasse ich das lieber mit meiner Seekrankheit. Hübsches Städtchen mit schönem Hafen und weitläufigem Ausblick, dazu ein Chocolate Shop mit so leckeren süßen Dingen 😀

Auf dem Weg ins nächste B&B komme ich in Killorglin vorbei. Dort startet morgen das Puck Fair Festival… Und heute gibt es schon einen Pferdemarkt. Sehr traditionell gehalten, überall auf der riesigen grünen Wiese sehe ich Pferdetransporter; junge Wilde, die ohne Sattel durch die Gegend reiten; Leute, die Pferde Probe reiten im Menschengewusel. Überall lautes Gewiehre, ja auch schlecht aussehende Pferde sehe ich. Die Atmosphähre ist atemberaubend und befremdlich zugleich.

So, das war es erstmal von mir… Für’s Erste ^^ Denn ich habe so viel gesehen in den wenigen Tagen, dass noch ein zweiter Teil meiner Irland-Reise folgt….

Eure Laura 🙂

2 Antworten zu “Ich liebe diese Insel: Irland 2018 – Teil 1”

  • Tino

    Hi Laura, ich finde deine Berichterstattung sowie die Bilder super! Ich bin schon auf Teil 2 vom Jahr 2018 gespannt.

    Da ich selbst zur Zeit eine Reise nach Irland im kommenden Jahr plane, finde ich deine Eindrücke sehr hilfreich um eine interessante und sehenswerte Route zu planen.

    Mach weiter so.

    • One Glimpse

      Hi Tino,
      es freut mich wirklich sehr, dass dir die Bilder gefallen und dir der Bericht bei deiner Reiseplanung hilft.
      Auf jeden Fall wünsche ich dir einen tollen Urlaub dort 🙂 Es lohnt sich!

      Liebe Grüße
      Laura

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