Als Alleinreisende durch Irland – ich, mein Auto und die schönste grüne Insel, Teil 2

05. September 2017

Ich mit mir selbst – überglücklich, im Reinen und so entspannt

Third DayIrland Roadtrip, Route 3 – Arklow, Brittas Bay, Wicklow, Bray, Howth

Am dritten Tag ging es wieder Richtung Dublin entlang der Küste.

Es ging erst über Arklow zur Brittas Bay. Das ist ein riesiger Strandabschnitt mit weißem Sand und Kieseln. Da ich recht früh da war, war keine Menschenseele am Strand unterwegs. Es war herrlich. Ich habe meine Schuhe ausgezogen und bin erstmal barfuß am Strand entlang geschlendert, habe die Sonne und das Rauschen des Meeres genossen so ganz mit mir im Reinen :)

Und ich habe versucht mich mit Selbstauslöser zu fotografieren :D Hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenns komisch aussieht xD

Brittas Bay: Wunderschöner, menschenleerer Strand an Irlands Ostküste

Irgendwann macht ich mich dann auf nach Wicklow. Keine besonders schöne Stadt, aber der Hafen ist toll! Dort roch es so vertraut nach Algen und Seeluft. Es gab dort sogar noch alte Kanonen und die Black Castle zu entdecken. Von der Festung ist zwar nicht viel übrig geblieben, aber darauf rumzuklettern und den Ausblick zu genießen, war toll :)

Wicklow Hafen, Kanonen, Mittelalter, Black Castle: Ruine an der Klippe

Meine Reise ging weiter über Greystones nach Bray. In Bray gab es eine lange Promenade am Kieselstrand, umrahmt vom grünen irländischen Inselpanorama. Es war sogar ein Jahrmarkt dort aufgebaut.

Bray, Kieselstrand und Jahrmarkt an der Promenade

Ich erkundete etwas die schöne Stadt und holte mir aus einer traumhaften Konditorei einen Gur Cake. Das ist ein traditioneller irischer Kuchen. Die Füllung besteht aus Kuchen- und Brotresten und Trockenfrüchten. Das verputzte ich dann am Starnd und fuhr dann weiter nach Killiney und dann zur Halbinsel Howth.

Panorama Howth Hafen

Halbinsel Howth: Leuchtturm und typisch irische Volksmusik

Als ich dort ankam , wurde ich von tradioneller irischer Musik begrüßt. Denn drei Jugendlichen spielten direkt am Hafen auf einer Trommel, einer Geige und einer Querflöte. Was für ein Flair :) Nachdem ich am Hafen zum Leuchtturm spaziert bin, erkundete ich noch etwas die Stadt und genoß den Sonnenuntergang am Deich.

Howth Hafen Sonnenuntergang Schiffe

Übrigens ist die Halbinsel noch viel größer und es gibt dort noch viel mehr schöne Ecken zu erkunden, nur war meine Zeit leider dafür etwas zu knapp ;)

Abends ging es dann zu meinem zweiten B&B etwas außerhalb von Dublin: Dem DCU Rooms All Hallows. Ich habe direkt in einer University übernachtet! Geil mal auf einem Campus zu pennen :)

Mein B&B – zwei Nächte in einer Universität DCU Rooms All Hallows

Zu Fuß durch Dublin – so viele schöne und spannende Eindrücke

Fourth DayDublin-Karte: Meine Route zu Fuß durch Dublin – Sightseeing

Das Flair dieser Universität überraschte mich sogar nochmal am frühen Morgen: über den Campus ging es zum Frühstückssaal und endlich hatte ich ein typisches Porridge zum Frühstück. Lecker! :)
Mit einem breiten Lächeln im Gesicht startete ich früh meine große Stadtrundreise nach Dublin, aber mit dem Bus und zu Fuß! Mit dem Auto wäre das der reinste Horror gewesen und Dublin ist zu Fuß sehr gut zu erkunden. Und Dublin ist so hübsch!

Dublins Innenstadt: voller Charme mit Pubs und Blumen
Meiner erster Termin war im Trinity College: Die Besichtigung des Book of Kells. Dafür hatte ich mir schon vorher online Karten besorgt. Allerdings ist diese Ausstellung nicht so interessant wie der danach folgende Long Room. So viele Bücher auf einen Schlag! Dieser Raum ist ziemlich überwältigend. Der Long Room ist die Universitätsbibliothek des 1592 gegründeten Trinity College und ist 64 Meter lang, 12 Meter breit und beherbergt 4,5 Millionen Bände.

Vor den Bücherregalen im Hauptgeschoss stehen „Büsten von Männern, die wegen ihrer Gelehrsamkeit hochangesehen sind, um die Bibliothek zu schmücken“, darunter diejenigen von Homer, Platon, Aristoteles, William Shakespeare, Isaac Newton oder Robert Boyle. [Wikipedia]

Auf dem Campus wurde ich dann doch noch schwach und erlag dem Tourismus: Ich kaufte mir einen reduzierten College-Kapuzenpulli in pink xD

Trinity College: Book of Kells und Long Room, Dublin

Dann spazierte ich gemächlich auf der großen Einkaufsstraße von Dublin der Grafton Street Richtung St. Stephens Greenpark. Schaute mir die schöne Parkanlage an und ging weiter zur Ha’Penny Bridge.

St Stephen’s Green: Parkanlage in Dublin

Ha’ Penny Bridge – Liffey Bridge, Dublin

Entlang der Liffey, welche durch Dublin fließt, tigerte ich zur Dublin Castle, die aber nicht so beeindruckend ist. Danach schaute ich mir die St. Patrick’s Cathedral und die Christ Church Cathedral an.
Ich war so schnell durch, dass ich meine “Mittagspause” in dem süßen Café “Queen of Tarts” genießen konnte. Ein ganz toller Laden! Alles voller Tartes, Kuchen, Cupcakes, es gab außerdem Sandwiches und Suppen. Außerdem entdeckte ich noch zahlreiche andere kleine süßen Läden auf meiner Tour, wie hier einen Traditional Irish Sweet Shop.
Alles ein Träumchen <3

Traditional Irish Sweet Shop, Queen of Tarts – süße und vor allem leckere Läden

Um 14 Uhr fand ich mich dann in einem Pub im Temple Bar Viertel wieder. Und ja, ich war sogar in der berühmtberüchtigten Temple Bar. Allerdings war es mir dort zu voll, also suchte ich mir was schönes anderes. In meinem gewählten Pub dem “The Quay’s Pub”, gab es einen tollen Livemusiker, der fantastisch sang und Gitarre spielte. Also gab es für mich einen Irish Coffee, Pub-Feeling und gratis Livemusik. Es war herrlich und total entspannt. Sogar einen kleinen Plausch mit zwei Engländern, welche es nach Dublin verschlagen hat, gab es noch.

Temple Bar Bezirk, Temple Bar, Pub, Dublin

Irgendwann wurden es mir zu viele Leute und der Pegel war deutlich gestiegen (um vier Uhr mittags!), dass ich mich aufmachte zum Guinness Storehouse.
Und dieses sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man in Dublin ist! Auf sieben Stockwerken erhält man alle Infos zu den Zutaten, über das Rösten und Brauen, bis zum Transport und der ganz eigenen Werbung von Guinness. Alles ist unglaublich anschaulich dargestellt mit vielen Effekten, Lichtern und Aufbauten. Das Highlight ist die 360-Grad-Bar im obersten Stockwerk. Man hat ein Panorama-Blick über ganz Dublin und bekommt seinen kostenlosen Pint Guinness-Bier.

Kleine Geschichte am Rande: Die Barfrau wollte mir tatsächlich mein Bier erst geben, als ich ihr meinen Ausweis gezeigt habe xD
Das Bier schmeckte mir, aber mehr als ein paar Schlückchen habe ich nicht runterbekommen :D Ich bin einfach keien Biertrinkerin ^^

Guinness Storehouse in Dublin, 360-Grad-Panorama

Dieser ereignisreiche Tag in Dublin war nochmal ein schöner Abschluss dieser atemberaubenden Reise. Ja, immer noch ganz allein ;)
Interessanterweise habe ich mich auch die ganze Reise über nie fremd gefühlt oder allein. Ich glaube, die Menschen sowie die Insel lassen einen sofort ankommen. Ich wäre am liebsten gar nicht mehr nach Hause geflogen…

Seit sehr langer Zeit habe ich mich einfach endlich mal wieder frei, selbstbestimmt, unbeschwert, überglücklich und mit mir im Reinen gefühlt.

Und jetzt los Mädels! Lasst euch nicht aufhalten! Wagt es auch allein zu reisen und macht euer Ding. Egal was andere sagen. Es ist euer Leben und das könnt ihr nur ein Mal leben! :)

Hier kommt ihr zum ersten Teil meiner Dublin-Reise.

Bis dann!
Eure Laura

 

P.S. Was ein Wunder, aber das war mein liebster, aber auch umstrittenster Anblick in Dublin: Die wunderschönen Kutschenpferde <3
Ich hoffe einfach nur, dass die Kutscher gut mit ihnen umgehen. Auf jeden Fall sahen sie gepflegt aus.

Kutschpferd vor dem Guinness Storehouse, Dublin

 

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