Meine ersten Macarons! Und beschwippst sind sie auch noch!

19. August 2019

Macarons sind Diven. Macarons sind ein schwieriges Gebäck. Macarons schmecken nur süß… Macarons funktionieren nur mit dieser und jener Zutat, brauchen eine bestimmte Luftfeuchtigkeit…

Ich habe vieles über dieses kleine zarte französische Baisergebäck gehört. Es auch schon in vielen Varianten probiert… Und es schmeckte mir bisher nicht!
Viel zu süß, zu wenig Cremefüllung, es schmeckte nach nichts oder nach Luft.
Was? Das soll Pistazie sein? Äääähm. Ja. Vielleicht wenn ich n Pistazien-Schnaps dazu trinke?!

Vom Fluch zum Segen: Macarons schmecken doch! Aber nur selbstgebacken

Ich habe nie den Hype um diese verfluchten kleinen, bunten Zucker-Luftschlösser verstanden.

Bis mich jetzt endlich der Ehrgeiz gepackt hat, sie selbst zu backen.
1. In endlich mal genießbar und lecker, nicht nur pappsüß. Und
2. Trotz all den „Macarons sind ja so eine große Herausforderung“-Aussagen

Natürlich habe ich mich erstmal belesen… Was man für Fehler machen kann, wie die Konsistenz des Teigs sein soll, etc. pp.
Ja, ganze FAQs gibt es für dieses spezielle Dessert!

Meine Wahl fiel schließlich auf das Rezept von Aurélie Bastian von „Französisch Kochen“. Ihr Rezept ist einfach, schnell und gelingt. Außerdem ergibt ihr Grundrezept nicht gleich drölfzig-hundert Macarons für ne ganze Kompanie an Schleckermäulern, sondern ca. 18 Stück.
Also bleiben genug Ressourcen an Zeit und Zutaten, um sich auszuprobieren. Auch was die Sorten angeht.

Ebenso hat die liebe Aurélie viele Tipps zum Gelingen der Macarons auf ihrem Blog parat:
Alles was Anfänger über Macarons wissen müssen
Macarons – Fragen und Antworten
Macarons Tipps – die Füllung
Und (noch!) ein FAQ zu Macarons

Meine Kreation ist eine Mischung aus ihrem Macaron au café-Rezept, meinem Hirnschmalz und meiner Liebe zu Baileys (Schoko-Baileys)…

Außerdem wollte ich unbedingt noch Zitronen-Macarons ausprobieren, die auch ehrlich nach Zitrone schmecken und nicht nur so tun, weil sie gelb sind^^

Es ist mir gelungen 🙂 Ich mag Macarons nun.

Vielleicht auch, weil ich sie in Mini gebacken habe…
Selbst meinen Versuchskaninchen schmecken sie und ich habe nur einen Anlauf gebraucht. Das Schreckgespenst Macaron ist also halb so wild! Probiert es aus 😉 Es macht Spaß 😛

Schoko-Baileys-Macarons und Zitronen-Macarons

Meine Geheimzutaten: Waage und Schnaps! So!

Schoko-Baileys-Macarons
Schälchen:
36 g Eiweiß (Wichtig: Abwiegen! Bei mir war es 1 Ei)
10 g Zucker
75 g Puderzucker
45 g gemahlene blanchierte Mandeln
1 EL Kakao

Füllung:
100 g Zartbitterschokolade
60 g Schoko-Baileys
50 g Sahne

Zitronen-Macarons mit Limoncello
Schälchen:
36 g Eiweiß (Wichtig: Abwiegen! Bei mir war es 1 Ei)
10 g Zucker
75 g Puderzucker
45 g gemahlene blanchierte Mandeln
3 Tropfen Zitronen-Aroma
1 getr. TL Kurkuma (für die Farbe)

Füllung:
150 g weiße Schokolade
30 g Limoncello
25 g Sahne
Abrieb einer halber Zitrone
2 Tropfen Zitronen-Aroma

  1. Wiegt die Zutaten exakt ab!
  2. Teig bei beiden Sorten: Gemahlene Mandeln und Puderzucker im Zerkleinerer/Mixer fein mixen, aber nicht so lange, dass das Öl aus den Mandeln austritt.
    Dann Kakao bzw. Aroma und Kurkuma untermischen und durch ein Sieb sieben.
  3. Nun das Eiweiß (in einer fettfreien! Glas- oder Metallschüssel) mit dem Zucker sehr steif schlagen.
  4. Die Mandel-Puderzucker-Mischung in zwei Schüben mit einem Teigschaber unter das Eischnee heben/mischen/rühren.
    Hier ruhig etwas Geduld und Ruhe an den Tag legen. Der Teig muss am Ende nicht zu flüssig und nicht zu fest sein. Er soll aber vom Schaber „wie ein Band fleißen“.
  5. Den Teig in einen Spritzbeutel geben mit runder Tülle (7-8 mm) oder (so wie ich) einfach einen Gefrierbeutel nehmen und ein kleines Loch reinschneiden. 2-2,5 cm breite Kreise aufs Backpapier spritzen. Das Backblech etwas auf die Arbeitsplatte klopfen. Die Macarons etwa 30 Minuten ruhen lassen, damit sie eine Haut bilden können.
  6. Währenddessen den Ofen auf 150 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  7. Nach dem Ruhen, den Ofen auf 145 Grad runterdrehen und die Macarons 12-15 Minuten backen. Rausnehmen und auskühlen lassen!
  8. Für die Füllung: Jeweils die Schokolade mit der Sahne und dem Schnaps schmelzen (easy in der Mikrowelle 😛 ).
    Danach bei der Zitronen-Variante noch Zesten und Aroma dazugeben.
  9. Die Creme im Kühlschrank fest werden lassen (ca. 30 Minuten). Kurz nochmal rühren, in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben (oder wieder Gefrierbeutel-Variante).
  10. Sucht euch zwei zueinander passende Schälchen aus, spritzt die Ganache drauf (gern etwas mehr) und legt das zweite Schälchen oben drauf.
  11. Et voilá! C’est un macaron! Délicieux et très bon!

Tipps: Ihr könnt die Schälchen auch einen Tag früher backen, in einer Tupperdosen aufbewahren und am nächsten Tag mit der Ganache fertig stellen.
Am besten übrigens die fertigen Macarons über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Sie schmecken aber auch frisch sehr lecker 😉

Und jetzt: bon appétit, mes amis!

Au revoir!
Eure Frau K alias Miss Red K alias Sucht euch was aus

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